System Center Orchestrator 2012 und DPM

Nun ist es auch endlich möglich zentral über den System Center Orchestrator 2012 DPM an zu steuern und Aktionen aller Art an zu stoßen.

Über sogenannte Runbooks kann man im Orchestrator Aktionen auf dem DPM Server Remote ausführen. So können z.B. Power Shell Scripts oder Recovery Points über die Weboberfläche vom Orchestrator von „jedermann“ gestartet werden.

So können nun vorgefertigte Runbooks für Kollegen und andere Teams bereit gestellt werden. Wenn nun an einem Update Tag ein anderes Team z.B. das Exchange, SQL  oder Sharepoint Team sicher gehen möchte erst Updates zu installieren bevor ein Recovery Point vorhanden ist kann das nun über ein Runbook implementiert werden. Man kann so einzelne Gruppen oder Benutzer(n) Zugriff auf das entsprechende Runbook geben und sie selbst einen RecoveryPoint für ihre Applikation mit anschließendem Bericht an das Team ausführen lassen.

Hierzu muss nur das Data Protection Manager Integration Pack auf den Orchestrator Server importiert und installiert werden.
Die Integration Packs und eine Anleitung zur Installation findet ihr hier:
für DPM 2010: http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh531742.aspx
für DPM 2012: http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh830726.aspx

Gerne kann ich euch bei Bedarf einige Beispiel Runbooks die ich bereits erstellt habe zukommen lassen. Über Runbooks die von euch erstellt wurden würde ich mich sehr freuen .. .

 

Was ist neu in DPM 2012 ?

Bevor man sich mit dem Gedanken rumschlägt auf DPM 2012 zu updaten informiert man sich ja was denn DPM 2012 neues zu bieten hat. Microsoft hat dazu folgende wesentliche Features veröffentlicht. Wir kommentieren jedes Feature kurz :

1. Zentralisiertes Management verschiedener DPM Server. Das ist für uns ein ganz wichtiges Feature, wie wohl für jeden der Locations und Server quer über die Welt verteilt hat. Nun muss man sich nicht über die WAN Leitungen jeweils auf die verschiedenen Server verbinden sondern kann diese zentral managen.

2. Remote Management von DPM-Servern. Unserer Ansicht nach nur Marketing Deutsch von Microsoft und beschreibt letzten Endes ähnliches wie 1.

3. Mehrere DPM Server können sich eine SQL-Datenbank teilen. Auch ein wichtiges Feature wenn man zentralisiertes Tape-Management betreiben will. Weniger wichtig wenn Tapes vor Ort behalten werden. Aber wenn diese zentral gesammelt und gemanagt werden – ein wichtiger Punkt. Ebenso wichtig für Disaster Recovery.

4. Zertifikatsbasierte Authentifizierung für Computer in Arbeitsgruppen oder Domänen ohne Vertrauensstellung. Ganz wichtige Neuheit, gerade um damit Server in einer DMZ zu sichern, die ja nicht der Domäne angehören. Auch wichtig um Server in isolierten Umgebungen zu sichern.

5. Optimiertes Item-Level Recovery für Sharepoint Farmen. Ein paar Verbesserungen damit man einzelne Elemente in Sharepoint besser zurücksichern kann.

6. Verbesserungen beim Tape-Management durch Protection-Group-Sets. Wie in einem anderen Artikel bereits angesprochen hat sich die Art und Weise wie Co-Location organisiert ist in DPM 2012 verändert.

7. Unterstützung um VMM Hosts zu sichern. Das ist sicherlich ein ganz wichtiger Aspekt. Der Test in einer Produktivumgebung steht bei uns noch aus. Wenn wir das getestet haben, werden wir sicher einen Artikel dazu schreiben.

8. Neue Benutzeroberfläche. Das hat sicher die Marketingabteilung dazugedichtet. Mei, so viele hübsche Bilder. Das muss man doch den Leuten sagen 😉 . Mir gefällt die neue Oberfläche besser als die alte.

Es gibt noch weitere Verbesserungen, die man allerdings erst sieht wenn man den Orchestrator installiert hat und den neuen SCOM 2012. Im Gesamtpaket ist Microsoft mit dem neuen System Center 2012 ein gutes Produkt gelungen, auch wenn an einigen Stellen noch ein paar Löcher und Baustellen klaffen.