Fehler: The volume change journal is not active

Heute tauchte bei uns folgende Begründung für eine „Replica is inconsistent“ Meldung auf:

Change journal not initialized or is the wrong size (ID 30118 Details: The volume change journal is not active (0x8007049B))

Als Empfehlung wird folgendes ausgesprochen:

1) Click the „Modify Disk Allocation …“ link below to configure change journal size. On the Disk Allocation page, select the Protected Server tab and click Modify, then change the space allocated.
Ensure that there is at least 300 MB of free space on the volume being protected.
2) After the protection group is modified, click the link below to run a synchronization job with consistency check.

Nach einem Check der Einstellungen kam heraus, dass zwar ein Replica Volume von 10GB zugewiesen war und das Volume auf AutoGrowth steht. Allerdings waren beim Recovery Point Volume davon 9.99GB zugewiesen.
Und dieses ließ sich auch nicht verkleinern, obwohl die Datenmenge die gesichert werden sollte gerade mal 0.44GB betrug.
Also haben wir das Replica Volume manuell vergrößert auf 11GB, doch auch das half nicht.
Jetzt musste ein Blick auf den protected Server her und siehe da. Unsere Applikationskollegen haben die Datenbank auf dem SQL Server 2008 gelöscht und sie auf einen SQL Server 2012 umgezogen auf dem gleichen Server.

DPM 2012 kann grundsätzlich SQL Server 2012 sichern, mit einer Ausnahme: „Always On“.
Wenn dieses Feature aktiviert ist für die Datenbank, dann wirft DPM 2012 genau oben benannten Fehler.

Dieses Problem soll mit dem Service Pack 1 für die System Center Suite 2012 gelöst werden.

Aber so lange wollen wir natürlich nicht warten. Um das Problem zu fixen muss man sich mit dem Management Studio gegen die SQL 2012 Datenbank verbinden und dem User NT-AUTHORITY\SYSTEM die Server-Rolle „sysadmin“ verpassen.

SQL Server 2012 Einstellungen für Always On und DPM Sicherung

Der anschließende Consistency Check war erfolgreich und schon kann die Datenbank wieder erfolgreich gesichert werden.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle im Technet Forum, die sich auch mit diesem Problem rumgeschlagen haben und zur Lösung beigetragen haben und an Flemming Riis für seinen Blogeintrag.

Disaster Recovery mit DPM – Replica Volume weg – Was tun ?

Heute wollen wir kurz auf das Thema Replica Volumes eingehen und was man tun kann, wenn man infolge eines Hardware Defektes entweder ein Volume verliert oder aber gleich eine ganze Disk. Beides ist uns schon passiert und glücklicherweise kann DPM mit den Bordmitteln alle Volumes wiederherstellen.

Zunächst einmal muss man aber natürlich den Hardwaredefekt beheben. Wenn die Disk dann als wieder verfügbar und grün in der Management Konsole angezeigt wird, dann kann man an die Neuerstellung der Replica Volumes gehen.

Dafür sind zwei Schritte notwendig. Als erstes muss man die DPM Datenbank synchronisieren. Dafür startet man die DPM Powershell und gibt folgenden Befehl ein:

DPMSync -Sync

Damit wird die DPM Datenbank mit dem momentanen Stand der zur Verfügung stehenden Replica Volumes synchronisiert. Fehlt ein Volume wird dies in der Datenbank markiert.

Anschließend muss man dann nur noch die Replicavolumes erstellen und wieder den richtigen Protectiongroups zuweisen. Dafür benutzt man in der Powershell den folgenden Befehl:

DPMSync -ReAllocateReplica

Dabei geht DPM alle Replicas durch und prüft die Pfade, deren Verfügbarkeit etc.
Fehlt ein Volume, wird es neu erstellt mit der passenden Größe, die ja noch in der Datenbank verfügbar ist. Existiert ein Replicavolume und hat die passenden Parameter, wird es nicht angefasst. Es gehen hierbei also keine Daten verloren auf noch existierenden und korrekten Replicas.

Nach Abschluss müssen dann natürlich die neu erstellten Replicas mit einem Consistency Check gesynct werden.

Diese Vorgehensweise kann man auch benutzen wenn einem der ganze DPM Server abraucht und gezwungen ist alles neu zu machen.