Single Drive Tape mit DPM

Einer unserer Leser hatte folgende Frage:

Für die Langzeitarchivierung sichere ich auf Band (DPM2010). Gesichert wird auf ein Einzellaufwerk (LTO-3), dessen Kapazität aber  nicht ausreicht. Nach Einlegen eines 2. Bandes wird aber der Job nicht automatisch fortgesetzt, man muss den aus der Überwachung heraus anstoßen (fortsetzen), damit es weiter geht. Kann man das automatisieren?

Ich habe ihm dazu ein Mail geschrieben und will euch hier auch einen Tipp dazu verraten.

DPM schreibt ein Band voll und wartet dann 60 Minuten auf ein freies Tape. Wird in dieser Zeit ein freies Tape gefunden läuft der Job weiter. Andernfalls wird der Job abgebrochen und man muss ihn anschliessend manuell fortsetzen (Resume backup).

Man kann diese Zeit verlängern mit einem Registryeintrag auf dem DPM Server.
Dazu navigiert man in den Tree:
HKLM\Software\Microsoft\Microsoft Data Protection Manager\1.0\Prompting

Timeout für Wartezeit auf freies Tape

und legt hier einen neuen DWORD Wert an namens PromptingTimeOut an.

Dessen Wert in Millisekunden ist dann die neue Definition für die Wartezeit auf Tapewechsel. Anpassen und anschliessend den MSDPM Dienst neustarten.

Update Rollup 3 für System Center 2012

Ihr erinnert euch an unseren Artikel vom 19.04.2012 als nach der Installation von DPM 2012 keine überfälligen Tapes mehr angezeigt wurden ?

Microsoft hat dafür jetzt endlich Abhilfe geschaffen mit dem Update-Rollup 3 für System Center 2012. Darin ist das Problem gefixt neben ein paar anderen Issues.

Zu finden hier:
http://support.microsoft.com/kb/2756127

 

Windows Server 2012 und DPM 2012

Windows Server 2012 wird von DPM 2012 noch nicht unterstützt. Es lassen sich weder data deduplicated Volumes sichern (was ja der häufigste Umstieggrund zu sein scheint) noch lässt sich der Agent überhaupt installieren.

Das soll sich ändern mit dem SP1 für die System Center Suite 2012.
Seit gestern gibt es die offizielle Beta nach den CTP1 und CTP2 Versionen.

Die Beta lässt sich hier downloaden:
http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=34607

Wie immer gilt: BETA Produkte gehören nicht auf PRODUKTIVE Server ;-)

 

Restore von Exchange 2010 Mailboxen

Auf Wunsch einzelner Leser unseres Blogs zeige ich heute ein paar Powershell Befehle zum Wiederherstellen von einzelnen Elementen einer Exchange 2010 Mailbox.

Wir steigen hier dabei direkt ein, d.h. der Restore via DPM in eine Recovery Datenbank ist bereits erfolgt.

1. Wiederherstellen der ganzen Mailbox:

Restore-Mailbox -Identity ‘Nachname, Vorname’ -RecoveryDatabase RecoveryDB -RecoveryMailbox ‘Nachname, Vorname’

2. Wiederherstellen eines einzelnen Ordners:

Restore-Mailbox -Identity ‘Nachname, Vorname’ -RecoveryDatabase RecoveryDB -RecoveryMailbox ‘Nachname, Vorname’ -IncludeFolder ‘\Posteingang\Private Mails’

Will man mehrere Ordner wiederherstellen, trennt man diese mit einem Komma.

3. Wiederherstellung von Mails aus einem bestimmten Zeitraum:

Dafür benutzt man die Parameter -Startdate und -Enddate

4. Wiederherstellung von Mails mit einem bestimmten Wort im Betreff:

Dafür hängt man den Parameter -ContentKeywords “Konferenz 16.09.2011″

5. Wiederherstellung soll in einen bestimmten Ordner erfolgen:

Dafür hängt man einfach “-Targetfolder Ordnername” hinten dran.

Das ist eine kurze Übersicht. Noch Fragen ? Einfach unten kommentieren, dann wird die Syntax geliefert.

Fehler: The volume change journal is not active

Heute tauchte bei uns folgende Begründung für eine “Replica is inconsistent” Meldung auf:

Change journal not initialized or is the wrong size (ID 30118 Details: The volume change journal is not active (0x8007049B))

Als Empfehlung wird folgendes ausgesprochen:

1) Click the “Modify Disk Allocation …” link below to configure change journal size. On the Disk Allocation page, select the Protected Server tab and click Modify, then change the space allocated.
Ensure that there is at least 300 MB of free space on the volume being protected.
2) After the protection group is modified, click the link below to run a synchronization job with consistency check.

Nach einem Check der Einstellungen kam heraus, dass zwar ein Replica Volume von 10GB zugewiesen war und das Volume auf AutoGrowth steht. Allerdings waren beim Recovery Point Volume davon 9.99GB zugewiesen.
Und dieses ließ sich auch nicht verkleinern, obwohl die Datenmenge die gesichert werden sollte gerade mal 0.44GB betrug.
Also haben wir das Replica Volume manuell vergrößert auf 11GB, doch auch das half nicht.
Jetzt musste ein Blick auf den protected Server her und siehe da. Unsere Applikationskollegen haben die Datenbank auf dem SQL Server 2008 gelöscht und sie auf einen SQL Server 2012 umgezogen auf dem gleichen Server.

DPM 2012 kann grundsätzlich SQL Server 2012 sichern, mit einer Ausnahme: “Always On”.
Wenn dieses Feature aktiviert ist für die Datenbank, dann wirft DPM 2012 genau oben benannten Fehler.

Dieses Problem soll mit dem Service Pack 1 für die System Center Suite 2012 gelöst werden.

Aber so lange wollen wir natürlich nicht warten. Um das Problem zu fixen muss man sich mit dem Management Studio gegen die SQL 2012 Datenbank verbinden und dem User NT-AUTHORITY\SYSTEM die Server-Rolle “sysadmin” verpassen.

SQL Server 2012 Einstellungen für Always On und DPM Sicherung

Der anschließende Consistency Check war erfolgreich und schon kann die Datenbank wieder erfolgreich gesichert werden.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle im Technet Forum, die sich auch mit diesem Problem rumgeschlagen haben und zur Lösung beigetragen haben und an Flemming Riis für seinen Blogeintrag.