Temp Verzeichnis löschen und Platz sparen / freigeben – errorlogs

Bei jeder Sicherung werden vom DPM Server auf dem Server selbst und auf dem zu sicherndem Client im Temp Folder errorlog Files angelegt wenn etwas bei einer Sicherung einmal schief gelaufen ist.

Gerade wenn die Synchronisation alle 2- 4 Stunden läuft und der Server aus irgend einem Grund über ein Wochenende nicht gesichert werden kann, können hier schnell viele Error -Log Files erstellt werden.

Das Verzeichniss der Error Logs auf den Protected Clients ist:
C:\Program Files\Microsoft Data Protection Manager\DPM\Temp

Auf dem Server befindet es sich hier:
%Systemroot%\%DPMInstallfolder%\DPM\Temp

Hier können je nachdem wie oft und wie viele Agents vom Server geschützt werden einige GBs an Platz „verbraucht“ werden.

Die Dateien die NICHT komprimiert sind UND im Dateinamen einen *curr* OHNE Nummer stehen haben sind die aktuellen log und oder crash files und sollten nicht gelöscht oder verschoben werden.
Daher VORSICHT beim Löschen und wie immer gilt auch hier die deutsche Vorsicht : VORHER SICHERN ;-)))

 

Tape-Report per E-Mail verschicken

Der Tape-Report ist für den Bandwechsel das A und O. Damit man diesen auch per E-Mail erhalten kann, muss man an zwei Stellen Konfigurationsänderungen vornehmen.

Zunächst einmal muss man in den Reporting Services vom SQL Server die Emaileinstellungen vornehmen. Dazu startet man den Reporting Services Configuration Manager. Zu finden unter SQL Server 2008 R2-> Configuration Tools.

Hier geht man dann auf E-Mail Settings und legt Absenderadresse und den SMTP Server fest:

Danach muss man nur noch im Tape Management einen Tape Report planen und die Empfängeradresse angeben im nächsten Tab E-Mail:

Im Tab E-Mail lässt sich auch das Format einstellen.
Zur Verfügung stehen: HTML, Excel & PDF.

 

Enumerieren von Protected Servern – DPM Enumeration-Caching

Es kann vorkommen das das Enumerieren einiger Server (normalerweise nur wenn sie auf auf Hyper V basieren) sehr lange dauert. In meinem Fall hat es sogar bis zu 8 Stunden gedauert bis die Daten zur Sicherung ausgewählt werden konnten.

Mit Hilfe eines Registry Keys kann man das Enumeration-Caching einschalten:

Regedit öffnen und den folgenden Eintrag suchen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft Data Protection Manager\Configuration

Hier nun einfach ein neuen Key mit dem folgenden Value hinzufügen:

CacheInquiryResults

Nach dem Erstellen die DPM UI neu starten. Ein Reboot des Servers oder des Dienstes ist nicht notwendig.

Nachdem ihr die UI neu gestartet habt müsstet ihr nun eine neue Funktion (einen neuen Button) sehen, wenn ihr eine neue Protection Group erstellt oder eine vorhandene bearbeitet die auf den ersten Blick gar nicht auffallend ist:

Das zeigt euch dass das Caching eingeschaltet ist.

 

Restore Jobs schlagen mit ID 2019 fehl

Bei einem Recovery von Tape oder von Disk kann es in manchen Fällen dazu kommen, das DPM nicht schnell genug die Daten auf den Restore Server zurücksichern kann und somit den Fehler ID 2019 =  (ID 2019 Details: An existing connection was forcibly closed by the remote host (0x80072746)) bringt.

Hierzu gibt es, wenn man weiß das der Fehler auftritt da die Bandbreite zu gering ist, einen sehr einfachen Workaround für den Restore. Man enabled das Throtteling für den Server und disabled TCP Chimney, da zwischen dem DPM und dem Server auf den wiederhergestellt wird immer noch genug Bandbreite für die DCom Kommunikation zur Verfügung stehen muss.

Hierzu geht man auf das Management Tab in DPM, klickt auf den Server/Computer auf den man den Restore machen möchte aktiviert das Throtteling:

(Voraussetzung hierfür ist das QoS (Quality of Service) auf beiden Servern installiert ist. Ab Windows Server 2008 eh dabei, sonst nachinstallieren.)

In diesem Falle habe ich das  Beispiel von 100Mbits gewählt um sicher zu gehen, das auch bei einer „langsameren Netz-Verbindung“ dieser Fehler nicht mehr auftritt.

Zusätzlich hierfür solltet ihr wie bereits erwähnt TCP Chimney auf beiden Servern deaktivieren. Der Kommandozeilen Befehl hierfür lautet:

Für 2003 Server: Netsh int ip set chimney DISABLED
Für 2008 Server: Netsh int tcp set global chimney=disabled

Nun viel Erfolg beim Restore eurer Daten 😉

 

ID 7024 – DPMRA stürzt immer wieder ab

Wir hatten auf einem unserer Server ein Phänomen, dass sich der DPMRA Service immer wieder abstürzte und wir somit keine Backups machen konnte. Dabei wurde immer das Event 7024 in der Ereignisanzeige generiert:


Nach ein wenig Recherche stellten wir fest, dass einer der Ports, die DPM benutzt um mit diesem Service zu kommunizieren von einem anderem Service bereits blockiert wurde.
DPM benutzt die TCP-Ports 5718 und 5719.

Der einfachste Weg dieses Problem zu lösen, ist dem DPM Agent beizubringen, dass er einen anderen Port benutzt. Dafür benutzt man SetAgentCfg.exe.
Diese findet man auf dem DPM Server unter:
%Programme%\Microsoft DPM\DPM\Setup\SetAgentCfg.exe

Aufpassen : Ist der DPM Server 64bit und der Protected Server 32bit lässt sich die SetAgentcfg.exe vom DPM Server nicht verwenden ! In dem Fall müsst ihr einen 32bit DPM Server testweise aufsetzen und von dort das Verzeichnis kopieren.

Die Datei kopiert man sich auf den Protected Server in das Agent Verzeichnis:
%Programme%\Microsoft Daten Protection Manager\DPM\bin

Die Syntax für den Befehl lautet:
SetAgentCfg e DPMRA PortInBenutzung NeuerPort

In unserem Fall war 5718 in Benutzung und wir haben ihn umgebogen auf 50111:
SetAgentCfg e DPMRA 5718 50111